Der Bantikower See, heute auch unter dem Namen Untersee bekannt, ist ein Rinnensee im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg. Der See reicht vom Kyritzer Wohnplatz Stolpe im Norden über Bantikow bis Wusterhausen/Dosse im Süden. Seine Länge beträgt etwa 7,5 Kilometer bei einer Breite zwischen 200 und 400 Metern. Seine größte Tiefe liegt östlich der Unterseeinsel und soll 20 Meter betragen.[1] Die Wasseroberfläche liegt etwa bei 35,5 Metern über dem Meeresspiegel.
Bantikower See | ||
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Bantikower See mit Unterseeinsel | ||
Geographische Lage | Landkreis Ostprignitz-Ruppin | |
Zuflüsse | Klempnitz, Siepgraben | |
Abfluss | Klempnitz | |
Inseln | Unterseeinsel | |
Ufernaher Ort | Kyritz | |
Daten | ||
Koordinaten | 52° 56′ 0″ N, 12° 26′ 45″ O | |
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Höhe über Meeresspiegel | 35,5 m |
Der See gehört zur Kyritzer Seenkette in der Dosseniederung. Der südliche Teil des Bantikower Sees trägt den Namen Klempowsee. Durchflossen wird die Kyritzer Seenkette mit dem Bantikower See von der Klempnitz.
Geschichte
BearbeitenDie Stadt Kyritz kaufte im Jahre 1316 von dem Markgrafen Johann den See Stolpe, den Bantikowschen See und den Königsbergschen See für 180 Silbermark.[1]
Früher war zwischen Bantikow und Stolpe „eine breite und lange Brücke gebaut“, die man auch die „Langebrükke“ nannte, um das Vieh in die Stolpische Feldmark zu bringen. Diese Brücke existiert nicht mehr.[1]
Nach der Anstauung des Klempowsees in Wusterhausen zum Bau der dortigen Mühle wuchs dieser mit dem Bantikower See zusammen. Nach Errichtung des Dossespeichers, der umgangssprachlich Obersee genannt wird, bürgerte sich die Bezeichnung „Untersee“ ein.
Weblinks
Bearbeiten- Steckbrief „Untersee mit Klempowsee“ (PDF, 171 KB), Landesamt für Umwelt Brandenburg
- Untersee (Seen.de)
- Artikel zur Geschichte des Sees, 10. August 2002 ( vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today) in der Märkischen Allgemeinen Zeitung
- Artikel über die Legende zum Bantikower See, 23. April 2009 ( vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today) in der Märkischen Allgemeinen Zeitung
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ a b c Silbergeld für Seenkette. Kyritzer zahlten 1316 bar und haben seitdem dicht am Wasser gebaut. Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH, 10. August 2002, archiviert vom am 17. Februar 2013; abgerufen am 12. Januar 2013.