Anton Weiher

deutscher Altphilologe und Pädagoge

Anton Weiher (* 22. Januar 1886 in Grafenau, Niederbayern;[1]2. April 1961 in München[2]) war ein deutscher Altphilologe und Pädagoge. Er wurde 1913 in München bei Otto Crusius und Robert von Pöhlmann mit der Schrift Philosophen und Philosophenspott in der attischen Komödie promoviert. Ab 1915 unterrichtete er am Gymnasium Kaiserslautern, ab 1933 am Theresien-Gymnasium München, dessen Direktor er von 1945 bis 1951 war.[1] Seit 1948 war er Honorarprofessor für Klassische Philologie an der Universität München.[3] Er war ferner korrespondierendes Mitglied der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.[2]

Neben didaktischen Veröffentlichungen ist Weiher besonders für seine Übersetzungen der Homerischen Hymnen und der Odyssee bekannt.

Seine Ehefrau Luise von Perbrandt war eine Tochter des preußischen Generals Georg von Perbandt und seiner zweiten Ehefrau Wilhelmine Freiin von Ricou.[4]

Schriften

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  • Philosophen und Philosophenspott in der attischen Komödie. 1913. Digitale Vorschau
  • Heraklit und Empedokles. 1916.
  • (mit Theodor Gollwitzer): Lateinisches Übungsbuch für die 8. u. 9. Klasse (Prima) des hum. Gymnasiums (= Lateinisches Unterrichtswerk. 8/9). Bucher, Bamberg 1923.
  • Homerische Hymnen. 1941, 6. Aufl. 1989. Digitale Vorschau
  • Odyssee. 1955, 14. Aufl. 2013. Digitale Vorschau
  • Von Platon, Stifter und Fontane. In: Andreas Bauer (Hrsg.): Festschrift für Hans Ludwig Held: Eine Gabe der Freundschaft und des Dankes zum 65. Geburtstag dargebracht 1. August 1950. Alber, München 1950, S. 153–159. Digitale Vorschau
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Einzelnachweise

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  1. a b Wer ist Wer? 12. Ausgabe von Degener’s Wer ist’s? Arani, Berlin 1955, S. 611, abgerufen über World Biographical Information System (WBIS).
  2. a b Chronik. In: Pfälzer Heimat. Zeitschrift der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. 12 (1961), S. 77. ISSN 0031-6679
  3. Handbuch der deutschen Wissenschaft. Band 2: Biographisches Verzeichnis. Koetschau, Berlin 1949, S. 426, abgerufen über World Biographical Information System (WBIS).
  4. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel) 1996, Band XXIV, Band 111 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1996, S. 296–297. ISSN 0435-2408