Heinrichshof (Kreis Heiligenbeil)

Wüstung in Ostpreußen

Heinrichshof[1] ist eine Wüstung im Kreis Heiligenbeil in Ostpreußen. Die frühere Ortsstelle befindet sich heute im Stadtkreis Mamonowo (Heiligenbeil) der Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) in Russland.

Untergegangener Ort
Heinrichshof
(Kein russischer Name bekannt)
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Stadtkreis Mamonowo
Gegründet 1857
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 27′ N, 19° 56′ OKoordinaten: 54° 26′ 49″ N, 19° 55′ 43″ O
Heinrichshof (Kreis Heiligenbeil) (Europäisches Russland)
Heinrichshof (Kreis Heiligenbeil) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Heinrichshof (Kreis Heiligenbeil) (Oblast Kaliningrad)
Heinrichshof (Kreis Heiligenbeil) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische Lage

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Die Ortsstelle Heinrichshofs liegt am Westufer der Mamonowka (deutsch Bahnau, polnisch Banówka) im Südwesten der Oblast Kaliningrad, weniger als zwei Kilometer südlich der Stadt Mamonowo (Heiligenbeil) in Grenznähe zu Polen.

Geschichte

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Heinrichshof wurde im Jahre 1857 als großer Hof gegründet und gehörte bis 1945 zur Stadt Heiligenbeil in Ostpreußen.[2] 1905 zählte der Abbau 29 Einwohner.[3]

Die Abtretung des gesamten nördlichen Ostpreußens 1945 in Kriegsfolge an die Sowjetunion betraf auch Heinrichshof. Der Name des Ortes wurde nach 1945 nicht mehr erwähnt, wohl weil er – im Grenzgebiet gelegen – nicht mehr besiedelt war. Auch eine russische Namensform gibt es nicht. Der Ort gilt offiziell als untergegangen.

Religion

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Bis 1945 war Heinrichshof in das Kirchspiel der evangelischen Kirche Heiligenbeil in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.[4] Auch römisch-katholischerseits gehörte Heinrichshof zur Stadt Heiligenbeil, damals im Bistum Ermland gelegen.

Die Ortsstelle von Heinrichshof ist wegen der Grenzlage nur schwerlich zu erreichen. Eine Landwegverbindung führt von Mamonowo aus dorthin. Bis 1945 war Heiligenbeil die nächste Bahnstation. Sie lag an der heute nur noch zwischen Kaliningrad und Mamonowo befahrenen Preußischen Ostbahn sowie an der heute nicht mehr existenten Bahnstrecke Heiligenbeil–Preußisch Eylau.

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Einzelnachweise

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  1. Kein russischer Name bekannt
  2. Dietrich Lange: Heinrichshof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. Meyers Gazetteer: Heiligenbeil
  4. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 459