Jimmy Carr

britischer Komiker und Fernsehmoderator

James Anthony Patrick Carr[1] (* 15. September 1972 in Hounslow, London) ist ein britisch-irischer Komiker und Fernsehmoderator.

Jimmy Carr, 2015

Carr wurde 1972 als Sohn irischer Eltern aus Limerick geboren und wuchs im englischen Buckinghamshire auf. Er studierte Politik und Sozialwissenschaften in Cambridge. Anschließend arbeitete er in der Marketingabteilung des Ölkonzerns Shell. 1999 begann er, sein Geld mit Stand-Up-Auftritten zu verdienen. 2002 trat er in der Royal Variety Performance auf, außerdem nahm er erstmals am Edinburgh Festival teil.[2] Dieser Auftritt führte zu einem Vertrag mit dem Fernsehsender Channel 4.[3] In der Folge war er als Moderator der Panel-Show Distraction und der Game-Show Your Face or Mine? zu sehen sowie später als Moderator von 8 out of 10 Cats. Er ist regelmäßiger Gast der britischen Quizsendung QI (Quite Interesting). 2004 erschien seine erste DVD, Jimmy Carr: Live. Ab 2004 begann er, in den Vereinigten Staaten zu arbeiten. Dort wurde unter anderem eine amerikanische Version von Distraction für Comedy Central produziert, außerdem hatte er jeweils mehrere Auftritte in Late-Night-Shows von Conan O’Brien und Jay Leno.

Bei Erscheinen seiner dritten Solo-DVD Jimmy Carr: Comedian hatten die beiden Vorgänger sich rund 300.000-mal verkauft,[4] bis zur vierten DVD wurden von den ersten drei etwa 650.000 Einheiten abgesetzt.[5] Ende 2021 erschien sein Netflix-Special His Dark Material.

2012 wurde durch einen Artikel der Times[6] bekannt, dass er eine bekannte legale Steuervermeidungsmethode benutzte.[7][8] Daraufhin wurde er stark kritisiert, unter anderem vom damaligen britischen Premierminister David Cameron.[9] Carr entschuldigte sich schließlich.[10]

Auftreten

Bearbeiten

Carr tritt für gewöhnlich glattrasiert, in Anzügen oder zumindest Sakko gekleidet und mit Seitenscheitel auf, was seine teils provokanten und beleidigenden Äußerungen auf der Bühne konterkariert. Seine Programme bestehen aus präzise vorgetragenen Witzen, von denen viele One-Liner sind, sowie aus Publikumsinteraktion.[3]

Auszeichnungen (Auswahl)

Bearbeiten
  • 2004: Jimmy Carr: Live
  • 2005: Comic Aid: Live And Uncut - A Benefit For The Asian Tsunami Appeal
  • 2006: Jimmy Carr: Stand Up
  • 2007: Jimmy Carr: Comedian
  • 2008: Jimmy Carr: In Concert
  • 2009: Jimmy Carr: Telling Jokes
  • 2010: Jimmy Carr: Making People Laugh
  • 2011: Jimmy Carr: Being Funny
  • 2013: Jimmy Carr: Laughing and Joking
  • 2016: Jimmy Carr: Funny Business

Einzelnachweise

Bearbeiten
  1. Alex Fletcher: Ten Things About... Jimmy Carr. In: Digital Spy. 19. Januar 2011, abgerufen am 19. Januar 2024 (britisches Englisch).
  2. Patrick Barkham: Here's Jimmy!; The Guardian, 9. September 2006
  3. a b Stephen Armstrong: Jimmy Carr cannot be serious, The Times, 28. Oktober 2007
  4. Jimmy Carr (Memento vom 6. Mai 2009 im Internet Archive); Profil bei ComedyCentral.com, aufgerufen am 4. Mai 2009
  5. About Jimmy. In: JimmyCarr.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juni 2010; abgerufen am 20. September 2016 (englisch).
  6. Alexi Mostrous and Fay Schlesinger: The comedian and his sheltered millions. ISSN 0140-0460 (thetimes.co.uk [abgerufen am 27. März 2022]).
  7. Jimmy Carr and the morality of tax avoidance. In: BBC News. 21. Juni 2012 (bbc.com [abgerufen am 27. März 2022]).
  8. Tax avoidance scheme used by Jimmy Carr investigated by HMRC. 19. Juni 2012, abgerufen am 27. März 2022 (englisch).
  9. Jimmy Carr tax affairs 'morally wrong' - Cameron. In: BBC News. 20. Juni 2012 (bbc.com [abgerufen am 27. März 2022]).
  10. Jimmy Carr apologises for 'terrible error of judgment' over tax scheme. 21. Juni 2012, abgerufen am 27. März 2022 (englisch).
Bearbeiten
Commons: Jimmy Carr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien