Johann Jakob Bethmann-Hollweg

deutscher Bankier und Geschäftsmann

Johann Jakob Hollweg (seit 1780: Bethmann-Hollweg; * 7. Januar 1748 in Frankfurt am Main; † 22. Januar 1808[1] ebenda) war ein deutscher Bankier und Geschäftsmann.

Der Sohn des Frankfurter Kaufmanns Johann Abraham Hollweg (1698–1762) und seiner Frau Anna Elisabeth geb. Bengerath gründete 1774 gemeinsam mit Christian Friedrich Laué die Kattunhandlung Hollweg & Laué. 1780 heiratete er Susanne Elisabeth Bethmann (1763–1831), eine Tochter von Johann Philipp Bethmann, in dessen Bank er bereits Partner war.

Seit der Heirat führte er den Namen „Bethmann-Hollweg“. 1781 trat er als Teilhaber in das Bankhaus Gebrüder Bethmann ein.

 
Bertel Thorvaldsen: Epitaph für Johann Philipp Bethmann-Hollweg (Liebieghaus Frankfurt)

Bethmann-Hollweg hatte vier Kinder:

  1. Anna Elisabeth (1781–1850), heiratete 1801 Joachim Andreas Grunelius.
  2. Johann Philipp (1791–1812), starb auf einer Bildungsreise in Florenz. Das von Bertel Thorvaldsen geschaffene dreiteilige Epitaph für Johann Philipp befindet sich heute im Liebieghaus.
  3. Margarethe Luise (1793–1831), heiratete Johann Georg Konrad von Saint-George.
  4. Moritz August (1795–1877), Jurist und preußischer Kultusminister. 1840 wurde er in den erblichen Adelsstand erhoben. Sein Enkel war der deutsche Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg.

Bethmann-Hollweg bewohnte ein Stadthaus am Großen Hirschgraben, an dessen Nordseite zwischen dem Weißen Hirsch und dem Goethe-Haus gelegen. In seinem Haushalt beschäftigte er u. a. den Geographen Carl Ritter als Erzieher für seine beiden Söhne. Seine Schwiegersöhne traten als Teilhaber in die Bank ein.

Er besaß ein Landgut in Oberrad, das sogenannte Bassompierrsche Landhaus. Es fiel später an seinen Schwiegersohn Saint-George, der auf dem Gelände einen Landschaftsgarten durch den Frankfurter Stadtgärtner Sebastian Rinz gestalten ließ. Heute befindet sich hier die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen.

Bethmann-Hollweg liegt in der Familiengruft auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main begraben.

Literatur

Bearbeiten
Bearbeiten

Einzelnachweise

Bearbeiten
  1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1907. In: "Der Gotha". Briefadelige Häuser nach alphabetischer Ordnung. B. 1. Auflage. Bethmann-Hollweg, Stammreihe. Justus Perthes, Gotha 1906, S. 47–48 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 21. Februar 2023]).