Die Royal Society of Literature ist eine britische literarische Gesellschaft mit Sitz im Somerset House in London. Ihr Ziel ist die Förderung der britischen Literatur.

Royal Society of Literature
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Rechtsform Royal Charter
Gründung 1820
Gründer Georg IV.
Sitz London, Vereinigtes Königreich
Umsatz 549.358 Pfund Sterling (2018)
Beschäftigte 4 (2018)
Website www.rslit.org

Geschichte und Aufgaben

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Die Gesellschaft wurde im Jahr 1820 von König Georg IV. zur „Anerkennung literarischer Verdienste und Anregung literarischen Talents“ gegründet.[1] Zu diesem Zweck organisiert sie öffentliche Lesungen, Vorträge und Debatten, wirbt für die Unterstützung und Anerkennung von Schriftstellern, für die Erhaltung öffentlicher Bibliotheken und verleiht Preise an junge und etablierte Autoren. Zudem werden gelegentlich Kurse für kreatives Schreiben angeboten.

Schirmherrin der Gesellschaft ist Königin-Gemahlin Camilla, Präsidentin ist Marina Warner.

Präsidenten

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Mitgliedschaft

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Zu den Mitgliedern (MRSL) zählen zahlreiche bedeutende Autoren. Eine Bewerbung steht jedem offen.

Fellow (FRSL) kann nur werden, wer mindestens zwei Bücher veröffentlicht hat, von zwei oder mehr gegenwärtigen Fellows vorgeschlagen und aus allen Nominierten vom Präsidenten, den Vizepräsidenten und dem Rat der Gesellschaft gewählt wird. Jährlich werden etwa 15 Personen in den Kreis gewählt oder seltener auch ehrenhalber aufgenommen. Die Gesellschaft hat etwa 500 Fellows; neben Literaten auch Historiker, Biographen, Literaturkritiker und Drehbuchautoren, die alle auf Englisch schreiben, aber nicht zwingend Briten sind. Unter den derzeitigen Fellows finden sich u. a. Amitav Ghosh, Tom Stoppard, Philip Pullman, Ben Okri, Carol Ann Duffy, Vikram Seth, Hilary Spurling, Donald Adamson, Zadie Smith, Anna Burns und Prinz Charles.

Um sich der Kritik einer Überalterung zu stellen, nahm die Gesellschaft 2018 vierzig unter Vierzigjährige auf.[2]

Preise und Auszeichnungen

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Die Royal Society of Literature verleiht den jährlichen Ondaatje Prize für ein Werk der Lyrik, Belletristik oder Sachliteratur, das besonders herausragend den Geist eines Ortes evoziert. Gemeinsam mit der Jerwood Charitable Foundation werden jährlich drei Jerwood Awards für Erstlingswerke im Bereich der Sachliteratur vergeben. Seit 2016 wird der seit 1990 bestehende Encore Award für herausragende zweite Romane von der RSL ausgerichtet. Mit dem V. S. Pritchett Memorial Prize wird jedes Jahr eine unveröffentlichte Kurzgeschichte ausgezeichnet. Die Benson Medal wird an Autoren für ihr Lebenswerk verliehen. Bis 2003 wurde der Winifred Holtby Memorial Prize für den besten Regionalroman eines Jahres vergeben.

Außerdem ernennt die Gesellschaft seit 1961 Autoren zu Companions of Literature; bis zu zwölf Autoren halten diesen Titel zur gleichen Zeit. Zu Companions ernannt wurden:[3]

Publikation

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DieRoyal Society of Literature verlegt vierteljährlich:

  • RSL – Royal Society of Literature Review
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Einzelnachweise

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  1. History, Homepage der Gesellschaft; abgerufen am 23. Oktober 2016.
  2. Alison Flood: Royal Society of Literature admits 40 new fellows to address historical biases, in: The Guardian, 28. Juni 2018
  3. Companions of Literature. The Royal Society of Literature, abgerufen am 27. Oktober 2021 (englisch).