Sahr Senesie

deutscher Fußballspieler

Sahr Senesie (* 20. Juni 1985 in Koindu) ist ein ehemaliger deutsch-sierra-leonischer Fußballspieler. Er ist der Halbbruder und Berater des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger.

Sahr Senesie
Senesie 2007
Personalia
Geburtstag 20. Juni 1985
Geburtsort KoinduSierra Leone
Größe 180 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
VfB Neukölln
0000–2000 Tasmania Neukölln
2000–2002 Borussia Dortmund
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2002–2008 Borussia Dortmund II 82 (25)
2002–2008 Borussia Dortmund 24 0(0)
2005 → Grasshopper Club Zürich (Leihe) 6 0(0)
2005–2006 → TSG 1899 Hoffenheim (Leihe) 25 0(5)
2008–2010 Eintracht Trier 40 (11)
2010–2011 FC 08 Homburg 26 0(5)
2011–2013 Wacker Burghausen 54 (10)
2013–2015 SG Sonnenhof Großaspach 48 (13)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2001–2002 Deutschland U-17 4 0(0)
2002–2003 Deutschland U-18 3 0(1)
2003–2004 Deutschland U-19 7 0(1)
2004–2005 Deutschland U-20 11 0(2)
2004–2005 Deutschland U-21 4 0(1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Karriere

Bearbeiten

Senesie ist sierra-leonischer Herkunft und wuchs in Berlin auf. Der Angreifer, der auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, kam im Jahre 2000 in die Jugend von Borussia Dortmund. Zuvor hatte er für die Berliner Vereine VfB Neukölln und Tasmania Neukölln gespielt. Aus der Jugend von Borussia Dortmund schaffte er es 2002 zu den Profis. Im UEFA-Cup-Spiel 2003/04 gegen den FC Sochaux (Endstand: 2:2) erzielte er sieben Minuten nach seiner Einwechslung das Anschlusstor zum 1:2.

Im Februar 2005 wurde Senesie an den Schweizer Verein Grasshopper Club Zürich ausgeliehen, für den er bis zum Sommer spielte. Anschließend ging er für ein Jahr in die deutsche Regionalliga zur TSG 1899 Hoffenheim. Ab Beginn der Saison 2006/07 spielte er wieder bei Borussia Dortmund, hatte jedoch nur einen Vertrag für die zweite Mannschaft. Aufgrund von Personalnot in der Offensive stand er dennoch einige Male im Profikader; am 5. Oktober gab er gegen den VfL Bochum sein Comeback in der Bundesliga. Nach der Spielzeit 2007/08 verließ Senesie die Borussia. Am 14. November 2008 unterschrieb er einen Vertrag beim damaligen West-Regionalligisten Eintracht Trier. Dort wurde er 2009/10 gemeinsam mit Lucas Barrios und Thomas Müller DFB-Pokal-Torschützenkönig (je 4 Tore). Im Jahr 2010 wechselte Senesie schließlich ins Saarland zum FC Homburg. Ab der Saison 2011/12 spielte er in der 3. Liga bei Wacker Burghausen und wechselte im Juli 2013 zum Südwest-Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach,[1] dem er dank seines Tores im Relegationsrückspiel den Aufstieg in die 3. Liga sicherte. Im Juni 2015 wurde sein Vertrag auf Wunsch Senesies aufgelöst.

Management

Bearbeiten

Nach seiner Vertragsauflösung 2015 in Großaspach übernahm Senesie das Management seines Halbbruders Antonio Rüdiger, der seit 2022 bei Real Madrid unter Vertrag steht.[2] Senesie war beim Transfer von Rüdiger zur AS Rom, zum FC Chelsea und zu Real Madrid maßgeblich beteiligt.[3][4] Im Zuge dessen gründete er 2015 auch die FSB Spielerberatung mit dem Juristen Alexander Bergweiler. Neben Antonio Rüdiger betreut die Agentur unter anderem auch Adam Buksa, Josip Juranović und Kristijan Kahlina.

Gemeinsam mit Rüdiger leitet Senesie die Antonio Rüdiger Stiftung für Sierra Leone, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich in dem Heimatland der Halbbrüder zu engagieren und soziale Missstände im Land auszugleichen. Die Stiftung unterstützt unter anderem die Operationen von gehandicapten Kindern sowie Investitionen in Bildung & Fortschritt. Im Januar 2022 stattete Antonio zusammen mit Senesie den Projekten vor Ort einen Besuch ab.[5]

Nationalmannschaft

Bearbeiten

Senesie besitzt die sierra-leonische und die deutsche Staatsbürgerschaft; er spielte zwischen 2001 und 2005 in verschiedenen Auswahlmannschaften des DFB.

Titel und Erfolge

Bearbeiten
Bearbeiten

Einzelnachweise

Bearbeiten
  1. Senesie verlässt Burghausen. Meldung auf sport1.de, 18. Juni 2013. Abgerufen am 18. Juni 2013.
  2. Antonio Rüdiger wechselt ablösefrei vom FC Chelsea zu Real Madrid. In: Der Spiegel. 2. Juni 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 3. Juni 2022]).
  3. Senesie löst Vertrag auf. 3-liga.com, 17. Juni 2015, abgerufen am 17. Juni 2015.
  4. Antonio Rüdiger wird nicht mehr von Uli Ferber vertreten. kicker.de, 16. Juni 2015, abgerufen am 17. Juni 2015.
  5. Antonio Rüdiger: DFB-Star hilft im armen Sierra Leone. Abgerufen am 29. Mai 2022.